|
STUNT-THEORIE
STUNTMAN = Ersatzmann für Schauspieler,- für die Darstellung
gefährlicher Filmszenen, mit besonderem akrobatischen Können.
STUNT = KUNSTSTÜCK - Es ist die Darbietung selbst, -
mit einer komplexen Mischung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und
Technik bei der Durchführung. Für die gelungene STUNT-DARBIETUNG
wirken physikalische und psychische Faktoren zusammen. Bei der Wahrnehmung
und Vermeidung der reellen Gefahr sind KONZENTRATION,
KÖNNEN und ERFAHRUNG bei STUNTS lebenswichtig.
Deshalb unkontrollierter Mut, Selbstüberschätzung oder Nichterkennung
der Gefahr hat mit STUNTS nichts gemeinsam. Für STUNTS
braucht man doch oft ÜBERWINDUNG, die mit dem SELBSTVERTRAUEN
- und niemals mit dem RISIKO - zu tun hat !
STUNTS = BODYSTUNTS - weil am meistens mit Körpereinsatz
(mit akrobatischem Können) verbunden ist. (Zwar wird oft auch technisches
Hilfsmittel / Spezialequipment bei STUNTS angewendet, trotzdem
ist das körperliche KÖNNEN nicht zu ersetzen.)
Um STUNTMAN zu werden muß man sich das KÖNNEN
durch vielseitigen
TRAININGS erarbeitet haben.
STUNTS = BODYSTUNTS = gezieltes Training / Vielseitigkeit
= ÜBUNG
!
Zuerst
die Kernfrage: Was versteht man unter dem Begriff "Stunt-Produktion"
?
In einer Handlung der darstellenden Kunst (in Filmsituation/ Bühnen-
oder Live Show Vorstellung), dynamische Aktionen gekonnt durchzuführen
. Zumeist sind sie mit Gefahren und dadurch auch mit gewissen Risiken
verbunden.
Diese künstlich erzeugte Gefahren-Situation sollte visuell realisierbar
und glaubhaft dargestellt werden. Die Aufgabe des Stunt- Anbieters
: Diese gefährlichen Aktionen im Sinne des Autors/ Regisseurs
in Szene zu setzen.(d.h.: vorbereiten und möglichst realistisch
durchführen.)
Denn Aktionen müssen Dynamik und Spannung in das Geschehen bringen.
Durch ihre Rasanz und aufsehenerregende Ausdrucksform müssen
sie Emotionen steuern, manchmal Furcht einflößen und Akzente
setzen. Sie dürfen nicht künstlich oder unnatürlich
erscheinen, damit sie in ihrem Ablauf für den Zuschauer noch
wirkungsvoller, verblüffend und unberechenbar bleiben. Die schauspielerisch
gekonnte Darbietung ist sehr wichtig.
Eine anspruchsvolle Aktionsdarbietung müsste immer nach den obigen
Kriterien ausgearbeitet und trainiert werden. Sonst könnte sie,
ohne Fluss und Dynamik, zu amateurhaft vorgeführt, oder wirklich
gefährlich werden.
Das know-how ist deshalb unerlässlich.
Es gibt genug "Stuntman-Angebote" - und sie sind, logischerweise,
auch von unterschiedlichster- Qualität. Von richtigen Fachleuten,
- mit vielseitiger sportlicher Vorbildung + Stunterfahrung, - bis hin
zu "Möchtegern"-Nachahmern, - mit purem Mut und unkontrolliertem
Selbstdarstellungsdrang.
Woran kann eine Filmproduktion -vor dem Drehbeginn- erkennen, dass die
richtigen Stuntleute den Zuschlag bekommen haben?
Was wird von der Stuntcrew überhaupt verlangt? Was müssen
sie eigentlich alles können?
Sportlich sein? Auf jeden Fall! Denn Stunt hat überwiegend mit
sportlicher Bewegung zu tun.
Aber:
Welche Sportart? Am besten so vielseitig wie möglich! Akrobatik
und viele Kampfsportarten gehören- unbedingt dazu, sowie allgemeine
Body-Koordination - die nur durch ständiges und gezieltes Training
erlangt werden kann.
Aber Vorsicht! Nur Sportspezialisten, die spektakuläre - Darstellungsformen
vorher nicht geübt haben, sind für Stunts eine Fehlbesetzung!
Es ist längst erwiesen: Ein weltklasse Box-/Judo-/Karate-/ Fecht-
Meister, Reiter oder Biker ist, allein von seinem Können her, noch
lange kein guter Stuntman. Auf der "Fiasko-Tabelle" sind ausreichend
Beispiele diesbezüglich registriert.
Stunt
ist auch eine Art DARSTELLUNG und PRÄSENTATION
. Aber nicht nur im sportlichen Sinne, sondern auch im Sinne der DRAMATURGIE
und der FILMHANDLUNG.
Mut ? Risikobereitschaft ? Bloß keine Angst zeigen ? Vergiss
es !Was ist besser ? Ein junger Angeber- Stuntman, der mal gerne der
"Gefahr ins Auge schaut", mutig, wie ein Selbstmörder,
und bei dem es nur eine Zeitfrage ist, wann er zu der Drehunfall-Statistik
zählt; oder eher einer, für den die Stunt-Arbeit keine
Image-Frage ist, der genau weiß, wo seine Grenzen liegen,
der die richtigen Vorbereitungen und Absicherungsmaßnahmen
trifft und es innerhalb des Möglichen versucht die beste Produktion
zu bringen?
Eine Stunt- Produktion ist keineswegs die Aufgabe für "Augen-zu-und-durch-Typen".
Sie ist meistens sehr komplex. Und weil eben jede Actionsequenz ziemlich
individuell ist -es gibt keine Pauschal-Situation!- braucht man für
den Erfolg eine Menge Erfahrung!
Dafür ist der STUNTKOORDINATOR an erster Stelle verantwortlich.
Der gute Stuntkoordinator hat viele Jahre Dreherfahrung , sportliches
Können, technische Kenntnisse, gute "Coach-Qualitäten",
sowie dramaturgisches und visuelles Vorstellungsvermögen.
Er bringt nicht nur die richtigen Stunt- Doubles (vom Können
her) zum Drehen mit, sondern kann auch die Charakter-Typen richtig
einordnen!
Er muss Handlung und Dramaturgie verstehen und außerdem in der
Lage sein, für den Erfolg der Stuntmen, Verantwortung zu übernehmen!
Für das Gesamtbild, für die Gesundheit und für die
Technik. Sowohl dem Auftraggeber, als auch den eigenen Leuten gegenüber!
 |
|
|
|
 |

+
MORE THAN ACTION:
©
'2001 www.stunt-operations.de
|